Wanderberichte - Wanderbewegung Kreis Pinneberg

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Hohe Auszeichnung

Wanderbewegung Kreis Pinneberg
Veröffentlicht von unbekannte(r) Autor(in) in über Wanderfreunde · 13 Juli 2014
Hohe Auszeichnung für unseren Wanderfreund
Frank Schlinzig



Der ehemalige Hauptwanderwart des DWV und derzeitiges Ehrenmitglied, Frank Schlinzig, ist vom
Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein, Herrn Torsten Albig, mit der Verdienstmedaille
des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden
Frank Schlinzig engagiert sich seit über vier Jahrzehnten in der Wanderbewegung. Er ist
Wegewart und hat diese Aufgabe im Norddeutschen Raum, im Deutschen Wanderverband und auf
internationaler Ebene wahrgenommen. Seit Mitte der 70 er Jahre kümmert er sich um die Förderung
des Wandertourismus und koordiniert bis heute die Wegearbeiten im nördlichen Deutschland.
Daneben war er über 2 Jahrzehnte Fachwart im Deutschen Wanderverband.
Frank Schlinzig hat den Wandergedanken auch in Europa mit popularisiert. Er war Vorsitzender
der Wegekommision der Europäischen Wandervereinigung und hat viele neue Europäische
Wanderwege miteröffnet. In der Zeit der politischen Wende ab 1989 hat er zudem die Anbahnung
von Kontakten über Grenzen hinweg ermöglicht. Er war Mitautor der Allgemeinen Grundsätze für die
Wegemarkierung in Europa und zahlreicher Fachpublikationen.
Frank Schlinzig engagiert sich auch im Heimat- und Bürgerverein Glinde.

Bereits 2003 erhielt Frank von der Ministerpräsidenten Simonis die Ehrennadel des Landes
Schleswig-Holstein

Wandern auf  Wegen in Deutschland und Europa


Zum 82. Deutschen Wandertag 1982 in Eutin erschien, herausgegeben vom damaligen Deutschen
Wanderverlag (KOMPASS), eine Übersichtskarte mit den Europäischen Fernwanderwegen und
Hauptwanderwegen und auf dieser Karte wurde ein Mangel sichtbar, denn der ganze Norden
Deutschlands hatte außer der Route der Fernwanderwege E 1 ( >Nordsee-Bodensee-Gotthard-
Mittelmeer<) und E 6 (>Ostsee-Wachau-Adria<) nicht viel zu bieten. Das Wanderwegenetz
Hamburg und Umland (ca. 600 km), fand, da nicht überregional, hier keine Erwähnung. Wandern
begann eigentlich erst an der Weser, nahm man die Information dieser Übersichtskarte wahr. Es war
der Anstoß sich auch um überörtliche Wanderwege zu bemühen und Wanderer unseres Verbandes
nahmen sich der Herausforderung an.
Eingebunden war hier schon als Hauptwegewart unser Mitglied Frank Schlinzig als Vertreter des
Nordens beim Deutschen Wanderverband, wo er später als Fachwart berufen wurde und damit auch
den Sitzungen der Europäischen Wandervereinigung (EWV) teilnahm. Sein Wissen und seine Art
sich mitzuteilen fand große Anerkennung und führte zur Wahl als Vorsitzender der
Wegekommission. Die Öffnung der Mauer in Berlin erlebte er bei einer internationalen Sitzung der
EWV im Saarland und damit vergrößerte sich im Anschluss sein Arbeitsgebiet erheblich. In der
Folgezeit wurde sein Name zu einer Adresse und er entzog sich nicht der Belastung durch
umfassende Reisetätigkeiten von Bulgarien bis an die Ostseeländer, zu vielfachen Gesprächen bei
Mitgliedern von Wanderorganisationen in der ehem. DDR, welche versuchten sich neu zu finden.
So wie er sich ausdrückte, hat er viele Sofas nächtlicher Weise kennen gelernt und wirkte selbst
auch als vielfacher Gastgeber, unterstützt von seiner verständnisvollen Frau Anneliese. So trug er
auch bei zum gegenseitigen Verständnis zwischen Ost und West, im nationalen wie internationalen
Rahmen, half die Mauern in den Köpfen zu beseitigen. Den Präsidenten der EWV und des
Deutschen Verbandes war er immer ein große Hilfe. Und es war ihm ein besonderes Anliegen die
Menschen in den neuen Bundesländern einzubinden in die Gemeinschaft der Wanderer
Deutschlands und Europas. Wanderer unseres Verbandes erlebten ihn bei seiner Tätigkeit um die
Wanderwege im Norden Deutschlands und auch als Wanderführer, besonders aber auch beim
Werben um die Sache des Wanderns. Er betonte immer die Ausgewogenheit unserer
Verbandsarbeit zwischen dem Wandern selbst und dem Erkennen von Heimat und dem Naturerhalt.
Dazu bedarf es den Wanderweg, wie sich ausdrückte, und man muss auch etwas dafür tun.
„Wandern allein genügt nicht!“, für eine Wanderstruktur muss man sich einsetzen.

Dies hat unser Wanderfreund Frank immer getan und die Ehrung, 25 Jahre nach dem Mauerfall, ist
nicht nur die Anerkennung seiner Tätigkeit diesseits und jenseits von Grenzen,
sondern auch des Wanderns.  




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